Glaronia Pipes and Drums




Gründungsjahr:  1982

Man schrieb das Jahr 1982, den 24. Februar - Aschermittwoch. Mit den letzten Fasnachtswehen in den Knochen und einer neuen Idee im Kopf betrat Hanspeter Ricetti ein Musikhaus in Glarus. Nach langen Überlegungen, was man wohl an einer Fasnacht ausser Guggenmusik und Steel Drum noch spielen könnte, kam er auf den Gedanken, eine Dudelsackgruppe zu gründen. Dieser Gedanke wurde sofort umgesetzt, und er bestellte einen Dudelsack, ohne zu wissen, was da für Schwierigkeiten auf ihn zukamen.

Nachdem er diesem widerspenstigen Ding die ersten jaulenden Misstöne entlockt hatte, merkte er, wie schwierig dieses Instrument zu spielen war. Nach langem Suchen und einem Hin- und Her stiess Hanspeter über einen Bekannten auf die Pipes and Drums of Basel. Nach dem ersten Kontakt mit dem Chef der Basler Band kam auch schon die erste Enttäuschung. Zu Ricettis Pakistani Dudelsack, den er im Übereifer gekauft hatte, meinte jenes: "Diesen Sack kannst Du ruhig an die Wand nageln, zum Spielen kann man dieses Ding nicht gebrauchen."

Mit Hilfe der Basler Freunde wurden nun echte, schottische Dudelsäcke und Practicechanter (Übungsflöten) aus Schottland besorgt. Die englischen Dudelsackschulen wurden ins Deutsche übersetzt, und so konnten die ersten Glarner Pipers ernsthaft mit dem Proben beginnen. Mit viel Fleiss, Schweiss und einem enormen Durchhaltewillen entwickelte sich die Band von Jahr zu Jahr sehr positiv. Aus einer Fasnachtsidee hat sich eine seriöse Band entwickelt, die sich keineswegs hinter anderen schweizer Dudelsackformationen zu verstecken braucht. Auch wenn das Handicap, kein grosses Einzugsgebiet für den Nachwuchs zu haben, manchmal zwickt.